Hap Ki Do ist eine koreanische Selbstverteidigungskunst, die sich Ende des letzten Jahrhunderts aus koreanischen Kampfkünsten und dem japanischen Daito Ryo Aiki Jitsu entwickelte. Die Begründer des Ai Ki Do (O Sensei Morihey Uyeshiba) und des Hap Ki Do (Choi Yong-Sul) gingen bei dem selben Aiki Jitsu Meister in die Lehre und entwickelten dann unabhängig voneinander jeweils ihre eigene Selbstverteidigungskunst.
Hap bedeutet Harmonie, Ki ist die universelle Kraft des Universums und Do ist der Lebensweg. Hap Ki Do ist also der Weg mit der Kraft des Universums in Harmonie zu sein. Wie das Universum sind auch die Hap Ki Do Techniken rund und kreisförmig. Es wird versucht die grade Kraft des Angreifers aufzunehmen und in eine runde Bewegung umzuleiten. Dies bedeutet auch, daß es im Hap Ki Do keine Blöcke gegen Tritte und Schläge gibt, sondern daß man der direkten Bewegung ausweicht, sie rund aufnimmt und weiter ins Leere leitet.
Das Hap Ki Do besitzt neben dem Kreisprinzip noch das Prinzip des Flusses und das Prinzip der Einwirkung. Das Prinzip des Flusses bedeutet, dass man sein Ki aufstaut und dann im entscheidenen Moment wie einen Wasserfall freisetzt, aber auch, daß Abwehrtechniken endlos wie ein Fluß aufeinander folgen koennen. Das Prinzip der Einwirkung beinhaltet, daß man auf den Angreifer mit eigenen Aktionen einwirkt, um ihn zu einer Reaktion zu bringen, die man zu seiner Abwehr also zur eigenen Verteidigung einsetzten kann.
Das Hap Ki Do beinhaltet aber nicht nur Techniken und Wuerfe, sondern bietet auch varinatenreiche Schläge und Tritte. Da Hap Ki Do keine Kampfsportart ist, in der es Wettkaempfe gibt, werden auch tiefe Fußtritte trainiert, die durch die Kampfregeln vieler anderer Kampfsportarten untersagt sind. Abwehrtechnicken gegen bewaffnete Angriffe und Waffentechniken zum Angriff und zur Verteidigung runden die Hap Ki Do Techniken ab.